Bedingungsloses Grundeinkommen – Pro und Contra

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Hallo Freunde,

von Zeit zu Zeit erscheint ja selbst in den Medien mal ein Beitrag zum bedingungslosen Grundeinkommen.
Immer wieder spaltet dieses Thema die Gemüter.
Während die konservativen Parteien dies ja mehr oder weniger ablehnen, sind die Mitte-Links Parteien bei diesem Thema in der Mehrheit dafür.
Ich könnte mir vorstellen, dass die Konservativen immer noch der Meinung sind: „Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen.“
Dabei vergessen sie, die sich stetig verändernde Arbeitswelt, in der typische versicherungspflichtige 8 bis 5 Uhr Jobs immer weiter abnehmen.
Wie viele Jobs gibt es inzwischen in Deutschland, von denen man nicht mehr Leben kann oder die so niedrig bezahlt werden,
dass man noch Anspruch auf einen Zuschuss vom Sozialamt hat?
Eigentlich müsste man all diese Beschäftigten zu den Arbeitslosen rechnen.
Eine „richtige“ Arbeit sollte doch nur die sein, von der man auch eine Familie ernähren kann, selbstverständlich ohne aufwendigen Luxus.
Ein bedingungsloses Grundeinkommen hätte zur Folge, dass Arbeitnehmer Niedriglohnjobs nicht mehr um jeden Preis annehmen müssten.
Das zwänge Arbeitgeber, angemessene Löhne zu zahlen.
Andererseits, mit dem bedingungslosen Grundeinkommen im Rücken, wären diese Jobs ja quasi ein Zuverdienst, der auch den Schwächeren in der Gesellschaft ein besseres Leben ermöglichen würde, denn die Berechnung des bedingungslosen Grundeinkommens wäre ja immer nur in Höhe der Armutsrisikogrenze.
Um diese Tatsachen zu verschleiern, führen die Chefs der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und des Bundesverbands der Deutschen Industrie, die sich vehement gegen das bedingungslose Grundeinkommen aussprechen, als ein wichtiges Argument an, die „Arbeitsanreize würden reduziert“ werden.
Ja sicherlich, es wäre schon merkwürdig wenn diese Herren etwas anderes sagen würden.
Für die Arbeitnehmer bedeutete das bedingungslose Grundeinkommen, dass die „Erpressbarkeit reduziert wird“, die jemanden zwingt,
für das bloße Überleben jeden noch so mies bezahlten Job anzunehmen.
Sicherlich könnten die darauf folgenden Lohnerhöhungen eine Preisspirale auslösen, aber niemand hat gesagt das es einfach werden wird und das nach Inkraftsetzung nicht noch Korrekturen und Anpassungen vorgenommen werden müssen.
Im übrigen ist diese Preisspirale doch auch jetzt ausgeblieben, obwohl es in vielen Bereichen einen Mangel an Fachkräften gibt, sei es in der Pflege oder in der Gastronomie um nur zwei Beispiele zu nennen.
Wenn ich das immer höre, möchte ich den Arbeitgebern zurufen: “Versucht es doch einfach mal mit Geld, dann bekommt ihr sicher Arbeitskräfte!“ aber das ist ja offenbar gerade das Ohr auf dem sie nur sehr schwer hören.
Eins der meist benutzten Argumente gegen das bedingungslose Grundeinkommen ist: Wer soll das bezahlen? Das ist doch nicht finanzierbar.“
Doch es ist! Dies wurde auch schon häufiger berechnet.  Die grösste Hürde ist nicht einmal die Finanzierung, sondern der politische Wille dazu.
Gegenwärtig geht die Berechnung des EU-Parlaments von etwa 1.170.- € aus, das wäre die Armutsrisikogrenze.
Wenn man das gesamte Hartz IV nimmt, plus ALLER zusätzlich gewährten Zuschüsse von Wohngeld bis zum Waschmaschinenkauf, dann hat man schon einen grossen Brocken gestemmt.
Dazu würde auch noch die bundesweite Freisetzung aller Verwaltungseinheiten kommen, die sich mit diesen Dingen befassen. Auch das ist nicht wenig.
Sicher wird es auch dann, genauso wie heute, Menschen geben, die nicht die Fähigkeit haben, mit diesem Grundeinkommen über die Runden zu kommen.
Sicher könnte man ihnen jemanden zur Seite stellen, der ihnen hilft dieses Grundeinkommen über den Monat zu verteilen.
Wir haben dann ja genug Menschen aus den Behörden freigesetzt, so dass sich ein kleiner Teil davon, diesem Problem annehmen könnte.
Aber das ist eben ganz genau das gleiche Problem, wie wir es ja auch heute schon haben und das es vermutlich immer geben wird.
Ein Staat ist aber eben immer nur so gut, wie er sich gegenüber den Schwächsten in der Gesellschaft verhält.
Zu klären wären auch noch reichlich andere Fragen, wie z.B. Rentenversicherung, Krankenkasse, Steuern usw.
Ich höre jetzt schon den einen oder anderen unter euch, der da sagt, das haben sich sicher wieder die Linken ausgedacht, die haben ja schon immer das Geld, das sie nicht hatten verteilt.
Ihr habt recht, besonders engagiert auf diesem Gebiet sind die Linken, auch die Gewerkschaften bekennen sich dazu, war ja klar oder ?
So ist aber nun mal die Rollenverteilung in dieser Gesellschaft.
Deshalb möchte ich euch jetzt mal einige Zahlen aus einer aktuellen Umfrage zeigen, wer für das bedingungslose Grundeinkommen ist.

 

Bei den Wählern der Linken sind es       71 %
Bei den Wählern von Bündnis 90/die Grünen noch62 %
Bei den Wählern der SPD sind es 58 %
Selbst bei den Wählern der AfD sind es noch 53 %
Etwas anders aber immer noch recht viel
wie ich finde sind es
bei den Wählern der CDU mit immerhin noch40 %
und den Wählern der FDP mit 39 %

Bei den Linken hätte ich übrigens mehr und bei CDU und FDP weniger vermutet, aber so kann man eben irren.

 

Hier noch einmal eine INSA-Grafik mit detaillierteren Aussagen.

 

Bedingungsloses Grundeinkommen - pro und kontra

 

Ob ihr persönlich dafür oder dagegen seid, müsst ihr natürlich mit euch ausmachen.
Ich denke es gibt gute Gründe dafür zu sein, aber eben auch genug Gründe eher skeptisch zu sein.
Natürlich könnt ihr auch gern dazu euren Kommentar abgeben.

 

Also bis demnächst wieder einmal

euer Didi

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2 Replies to “Bedingungsloses Grundeinkommen – Pro und Contra”

  1. Bedingungsloses Grundeinkommen: Ich warte drauf, dann klären sich auch die Probleme mit der im Alter wahnsinnig teuren Krankenversicherung! Hoffe, dass ich das in den kommenden Jahren erleben darf! Matti

Was denkst Du so darüber ?