Der König der Süßwasserfische im Aquarium

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Hallo Freunde,

wenn man das Leben mit all seinen verschiedenen Facetten sehen will, kommt man auch um das Thema Haustiere nicht herum.
Weil aber jeder zweite seine Bilder mit niedlichen Kätzchen online zeigt, habe ich gedacht, ich stelle euch mal eine Sorte besonders schöner und faszinierender Aquarienfische, die Diskusfische (Diskusbuntbarsch) vor. Ihre natürliche Heimat ist der Amazonas.

Die Aquarienfische sind künstliche Züchtungen.
Bekannt dafür ist die Firma Stendker, die sich auf diese Fische spezialisiert hat und sie in tollen Farbvarianten, wie sie in der Natur gar nicht vorkommen, anbietet.
Es gibt Aquarianer, die diese Farbschläge komplett ablehnen. Sie halten lediglich die Farbvarianten, die in der Natur vorkommen. Auch deren Meinung und Ansicht kann man durchaus akzeptieren

Was ist nun aber das Besondere an diesen Fischen?
Der erste Punkt ist sicherlich ihre Empfindlichkeit gegenüber bestimmten Bakterienstämmen, die von Händler zu Händler unterschiedlich sein können, weshalb man seine Fische nach Möglichkeit immer bei demselben Händler kauft.
Der zweite Punkt ist, die hohe Wassertemperatur, die sie benötigen. Während „normale“ Aquarienfische in der Regel Wasser mit etwa 24 Grad bevorzugen, würden die Diskus sich bei dieser Temperatur einen warmen Mantel überziehen. Sie brauchen mindestens 28 Grad, mögen aber auch gern noch 32 Grad.

Das ist der Grund, weshalb es keine unbegrenzte Auswahl an Fischen und Pflanzen gibt, die hierzu kompatibel sind. Bei dieser Temperatur gehen sehr viele Fische, aber auch Pflanzen ein oder kümmern nur so vor sich hin. Daher sollte man als Anfänger vielleicht doch erst einmal mit Guppy oder Schwertträger starten.
Eine Besonderheit der Diskusfische besteht darin, dass, wenn man sie in einer Gruppe hält, es wenigstens etwa 12 Stück sein sollten. Als Barsche können sie untereinander recht aggressiv sein.
Bei einer Menge von 10-12 Stück beginnt sich die Aggressivität so zu verteilen, dass kein einzelner Fisch zu viel Prügel bekommt. Bei einer kleineren Gruppe ist es oft so, dass der schwächste so lange gemoppt wird, bis er im schlimmsten Fall stirbt. Doch damit ist es leider nicht zu Ende. Jetzt wird der nächste Schwächste ausgeguckt und das Spiel beginnt von Neuem.
Nun zu etwas Erfreulicherem. Die Brutpflege dieser Fische ist sehr interessant. Nach dem Ablaichen an einer Wurzel oder sogar an der Scheibe des Aquariums, bekommen die Eltern plötzlich Flecken. Man denkt zunächst, oh Gott, habe ich mir eine Krankheit eingeschleppt? Aber das ist nicht so. Auf der Haut der Eltern bildet sich ein Sekret das diese Flecken verursacht.

Nachdem die Kleinen geschlüpft sind und einige Tage später anfangen zu schwimmen, docken sie an der Seite eines Elterntiers an und beginnen dieses Sekret sozusagen abzuweiden um sich davon zu ernähren. Beide Elternteile haben aber ja dieses Sekret auf der Haut. Was, wenn jetzt ein Elternteil, an dem die kleinen gerade knabbern, die Nase voll hat und der andere soll sich auch einmal beknabbern lassen?
Das passiert so: Beide Elternteile schwimmen dicht hintereinander. Der Vordere mit den Kleinen macht jetzt einen ganz tollen Blitzstart und schießt nach vorn, sodass die Kleinen sofort abfallen. Bevor sie aber zu Boden sinken, schwimmt der zweite Elternteil an die Stelle, an der eben noch der erste Elternteil war, sodass die Kleinen sich sofort wieder festhalten können.Also ich finde, das schon eine interessante Taktik.

Ach, diese Geschichte muss ich euch auch noch schnell erzählen.
Ich habe in meinem Becken 2 Lesben !!! Glaubt es oder nicht. Es ist die Wahrheit.
Diese zwei haben sich vor langer Zeit zusammengefunden und laichen auch gemeinsam an einer Stelle, so das sich daraus ein richtig großes Gelege bildet.
Aber wir wissen ja aus Erfahrung, ohne uns Männer geht nun mal nix.
Natürlich ist dieses Gelege unbefruchtet und verpilzt nach einigen Tagen und wird dann eben gefressen.
Sie tun mir richtig leid, denn sie hüten und bewachen ihr Gelege so lange bis sie merken, das war wieder nichts.
Dabei könnten doch diese beiden knackigen Schnitten auch eins meiner wirklich attraktiven Männchen in ihre Mitte nehmen. (Moment Pause, mein Kopfkino ist gerade etwas entgleist)
OK, aber im Ernst, ich glaube nicht, dass es so weit geht das sie wirklich lesbisch sind. Ich denke eher, dass jedes der beiden Tiere glaubt, das andere ist das Männchen.

Naja, soviel dazu. Ich dachte, das könnte ich euch ja mal erzählen.

Bis demnächst und bleibt tapfer.

Euer Didi

12.09.18 Kleiner Nachtrag: Weil ich hier im Beitrag über meine beiden Lesben im Aquarium geschrieben habe. Heute könnt ihr die beiden mal in Action sehen.
Im Vordergrund das sind meine beiden Prinzessinnen mit ihrem neu angelegten Gelege, allerdings ist das Gelege später noch größer geworden

Diskus mit Gelege

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2 Replies to “Der König der Süßwasserfische im Aquarium”

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