Der Krimkonflikt und die Lügen des Westens

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Schwarzmeerflotte in Sewastopol

Der Krimkonflikt und die Lügen des Westens

Der Krimkonflikt und die Luegen des Westens

 

Hallo Freunde,

wenn man etwas zum Krimkonflikt sagen oder schreiben will, kommt man nicht umhin, etwas tiefer in die Geschichte einzutauchen, ansonsten ist es ziemlich sinnlos.

Unbestritten ist die Region um die ukrainische Hauptstadt Kiew der Ausgangspunkt für die Bildung des ersten russischen Staates, der Kiewer Rus. Dieser Staat, zu dessen Gründung die Wikinger einen je nach Einstellung der Geschichtswissenschaftler, kleineren oder größeren Anteil leisteten, breitete sich rasch aus und erreichte später auch das Gebiet um Moskau.

Dies nur kurz vorweg, um den gemeinsamen Ursprung von Ukraine und Russland zu beleuchten, der natürlich ein komplett eigenes umfangreiches Thema ist und kontrovers diskutiert wird.

Die Krim gehörte in den vergangenen Jahrhunderten zu verschiedenen Staaten. Katharina II. erklärte 1783 die Krim als zu Russland gehörig.

Nach der russischen Revolution von 1917 wurden aus den zuvor von Russland annektierten Staaten Sowjetrepubliken, die sich zu einer Union (UdSSR) zusammenschlossen. Im Jahre 1954 überschrieb der damalige Staatschef der UdSSR, Nikita Chruschtschow, der selber Ukrainer war, die Krim der Sowjetrepublik Ukraine.

Dies passierte anlässlich des 300. Jahrestages des Vertrags von Perejaslaw, der in vielen Quellen als die Wiedervereinigung der Ukraine und Russland gilt.

 

Diese Schenkung war schon damals innerhalb der KPdSU (der führenden kommunistischen Partei) und im Volk sehr umstritten. Aber erstens war Chruschtschow der Chef, gegen den man nichts ausrichten konnte, und zweitens gab es nach den Jahren des Terrors unter Stalin ganz andere Probleme. Hinzu kam, dass es zu diesem Zeitpunkt absolut keine Rolle spielte, zu welcher Sowjetrepublik ein Stück Land gehörte, denn alles war Bestandteil der Sowjetunion. So blieb diese symbolische Übertragung an die Ukraine später weitgehend unbeachtet. Zudem galt die Krim, zu fast jeder Zeit bis heute als autonome Republik und hatte allein dadurch immer einen Sonderstatus.

Hans-Dietrich Genscher, Michail Gorbatschow

Jetzt kommen wir zu dem Kapitel, in welchem wir uns erst einmal an die deutsche Wiedervereinigung mit Herrn Gorbatschow, Herrn Kohl, Herrn Genscher, dem US-Außenminister Baker und an die NATO erinnern müssen.

 

Ende der 80er / Anfang der 90er Jahre zeigte sich unter dem später im eigenen Land umstrittenen KPdSU- und Sowjet-Führer Gorbatschow die Chance, den kalten Krieg zu beenden und eine deutsche Wiedervereinigung rückte in greifbare Nähe. Ein recht freundschaftliches Verhältnis zwischen dem Bundeskanzler Helmut Kohl und Herrn Gorbatschow beförderte diese Chance noch.

Schnell galt es, die Rahmenbedingungen für diese Wiedervereinigung festzulegen.

Eine der Kernfragen war, zu welchem Bündnis Gesamtdeutschland gehören solle (die BRD war in der NATO, die DDR im Warschauer Vertrag verankert).

Da die Geschichtsschreibung immer ein Werkzeug des gerade herrschenden Systems ist, wird Folgendes heute gern bestritten oder auf das Vergessen der Menschen gesetzt.

Aber es gibt ausreichend Quellen, die man nicht auslöschen kann.

Sevastopol

Das Zugeständnis der Sowjetunion, dass das gesamte Deutschland Mitglied der NATO sein könne, basierte auf folgenden Überlegungen und Absprachen:

Man fürchtete, ein Deutschland außerhalb eines Bündnisses könne auf die Idee kommen, eigene Atomwaffen anzuschaffen. Innerhalb eines Bündnisses sei es besser zu kontrollieren.

Der Westen versicherte, die NATO werde sich nicht einen “Inch” nach Osten ausdehnen und sich ohnehin nach Ende des kalten Krieges von einem militärischen Bündnis in ein politisches Bündnis wandeln.

Diese Aussagen bewirkten, dass die Wiedervereinigung in der jetzigen Form zustande kam. Aus heutiger Sicht weiß selbst Gorbatschow, wie naiv dieser Glaube war, sodass er selbst oder auf Anraten des Westens, seine früheren Aussagen teilweise revidierte, um nicht als Trottel in die Geschichte einzugehen.

Es war sein Fehler, nicht auf einer entsprechenden schriftlichen Formulierung zu bestehen.

Doch kommen wir jetzt endlich zum Krimkonflikt.

Während es, wie gesagt, in der Zeit der Sowjetunion keine Rolle spielte, zu welcher Sowjetrepublik ein Stück Land gehörte, versäumten es die Machthaber von Russland, diese eher symbolische Schenkung, nach Auflösung der Sowjetunion rückgängig zu machen, wie es auch in Bezug auf andere Ländereien in ähnlichen Situationen zu jener Zeit gang und gäbe war.

Fast 60 Prozent Russen leben auf der Krim
Vielleicht ist diese Statistik heute nicht mehr ganz aktuell, aber grundlegendes hat sich bis heute nicht verändert

Hinzu kam, dass auf Grund der Gemeinsamkeiten und dem freundschaftlichen Verhältnis zwischen der Ukraine und Russland, dies nicht zwingend notwendig erschien.

Bei den Präsidentschaftswahlen in der Ukraine 2010 stimmten in der Stichwahl 79 % (in Sewastopol auf der Krim 84 %) für den Russland freundlichen Janukowitsch, der damit als Sieger gegen die Oppositionsführerin Julija Tymoschenko aus der Wahl hervorging.

Er verlängerte die Verträge über die Stationierung der russischen Schwarzmeerflotte auf der Krim um Jahrzehnte.

Schwalbennest auf einem Felsen bei Jalta
Schwalbennest auf einem Felsen bei Jalta

Doch Russland hatte die Rechnung ohne die USA und ohne die NATO gemacht, die weder auf die Osterweiterung verzichtete, noch sich in eine rein politische Organisation verwandelte.

Bereits 1991 begannen die USA die Spaltung zwischen der Ukraine und Russlands voranzutreiben. In diesen und den Folgejahren setzten die USA zu diesem Zweck 5 Milliarden Dollar ein. Damit unterstützen sie u. A. die ukrainischen Nationalisten.

 

Dass es Nationalisten in der Ukraine gab und gibt, hat vielfältige Gründe. Die Sowjetunion wurde, auch wenn sie es gern anders darstellte, stets von Russen dominiert. Nicht vergessen sind die Stalinschen Repressalien und dessen verfehlte Politik, die eine Hungersnot verursachte, die Millionen Ukrainern das Leben kostete.

20.Februar 2014 05.30 Uhr

Am 20. Februar 2014 wurde um 05.30 Uhr mit Unterstützung der USA und einiger Scharfschützen, die sowohl auf Janukowitschs Polizei, wie auch auf Demonstranten gleichermaßen feuerten, ein RegimeChange (Putsch) eingeleitet, indem der demokratisch gewählte Präsident Janukowitsch, der u. A. gegen die NATO-Mitgliedschaft der Ukraine war, gestürzt und gegen US-freundliche Marionetten ausgetauscht wurde.

 

Angeheizt wurden die Konflikte in der Ukraine auch durch die Beteiligung von 400 amerikanischen Söldnern der US-Firma Blackwater (heute Academi), die teilweise in Uniformen der ukrainischen Sonderpolizei „SOKOL“ auftraten.

Der kanadisch-ukrainische Politikwissenschaftler Ivan Katchanovski schrieb dazu unter anderem: „Rechtsextreme Ukrainer, darunter Mitglieder von Swoboda, vom Rechten Sektor und die Partei Vaterland waren direkt oder indirekt an diesem Massaker an Polizei und Demonstranten beteiligt, ihr Ziel war es, die Macht zu ergreifen.“

Der Westen spendete Beifall und arbeitet in der Ukraine ganz ungeniert mit faschistischen Organisationen und Parteien zusammen, die öffentlich mit Hakenkreuzen und SS-Zeichen auftreten. Deutlich zeigt sich hier die Verlogenheit des Westens, da man in den eigenen Ländern versucht, jeder regierungskritischen Vereinigung einen rechten Stempel zu verpassen und damit jegliche Zusammenarbeit mit ihnen ausschließt.

Dass die Einmischung des Westens in die Souveränität des ukrainischen Staates mit dem Ziel, die zunächst guten Beziehungen zwischen der Ukraine und Russland zu zerstören, vom russischen Präsidenten Putin nicht einfach so hingenommen werden konnte, ist verständlich. Jede Reaktion Russlands wird vom Westen nun als Provokation dargestellt, obwohl sie nur eine Antwort auf die westlichen Provokationen ist.

Was ist an der Krim für Russland so wichtig?

Auf der Krim, in der Stadt Sewastopol befindet sich der Hauptsitz der russischen Schwarzmeerflotte. Wer auf der Krim das Sagen hat, kontrolliert zudem die Meerenge, die zum Asowschen Meer und damit zur wichtigsten russischen Stadt in dieser Region, Rostow am Don, führt.

Somit blieb Putin keine andere Möglichkeit, als die früher versäumten Klarstellungen bezüglich der Krim zu korrigieren.

Korvetten in Sewastopol auf der Krim

Da zu erkennen war, dass dies mit den jetzigen Machthabern in der Ukraine auf politischem Wege nicht mehr zu erreichen war, mussten andere Wege gegangen werden. Nicht vergessen werden darf dabei, dass die Mehrheit der Bewohner auf der Krim Russen sind und sich nach einem vom Westen stets angezweifeltem Referendum für eine Zugehörigkeit zu Russland aussprachen.

Russland beruft sich, wie die Krim-Regierung, hier auf das Selbstbestimmungsrecht der Völker und erkennt das Referendum über den Status der Krim deshalb als völkerrechtskonform an.

Das Ergebnis des umstrittenen Referendums: 95 Prozent stimmten für die Unabhängigkeit und die Wiedervereinigung mit Russland, bei einer Wahlbeteiligung von 82 Prozent. 80 Prozent sehen sich als russische Bürger nur 3 Prozent als ukrainische Bürger.

Die Frage die man sich, eigentlich nicht nur bei politischen Themen, immer stellen sollte ist: „Wem nützt das Ganze ?

Die gegenwärtige Hauptaufgabe der USA in Europa besteht nach wie vor darin, Russland zu isolieren und eine freundschaftliche Zusammenarbeit Deutschlands mit Russland zu verhindern und zu torpedieren, weil ein Bündnis Deutschland-Russland eine der wenigen Kräfte darstellen könnte, die das Potenzial hätte, den USA durchaus Paroli zu bieten.

Deshalb ist es umso verwerflicher, dass die deutschen Medien, als verlängerter Arm der US-Lügenfabriken agieren und die durch die USA lancierten Meldungen kritiklos und ohne jegliches Hinterfragen des Wahrheitsgehalts übernehmen und damit die Interessen der USA vertreten und nicht die eigentlichen Interessen Deutschlands.

So sehen nach meiner Auffassung die tatsächlichen Fakten zu diesen Vorgängen aus.
Vielleicht habt ihr ja ganz andere Meinungen dazu. Aber bitte kein Nachgeplapper der BILD-Zeitung, sondern Fakten.

Mir ist es auf jeden Fall wichtig, weder von der einen, noch von der anderen Seite für Dumm verkauft zu werden.

Viele Grüße, ein wunderschönes Weihnachtsfest
und einen guten Rutsch in ein hoffentlich friedlicheres Jahr 2019.

euer Didi

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