Ist die SPD wirklich überflüssig geworden ?

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Ist die SPD wirklich überflüssig geworden ?

 

Hallo Freunde,
heute möchte ich auch einmal auf den Zug aufspringen und meinen Kommentar zu der hochgelobten

Parteiendemokratie Deutschlands und speziell zur SPD

abgeben.

Immer weniger Wähler trauen den regierenden Parteien eine Lösung der komplizierten gesellschaftlichen Zustände in Deutschland, Europa und der Welt zu.

Sie sehnen sich nach einfachen, klaren Verhältnissen und Lösungen, die es aber definitiv nicht gibt.

Ich glaube, neben den von ihrer üblichen Wahl abweichenden Bevölkerungsteilen, ist selbst ein Anteil der konsequent SPD oder CDU wählenden Menschen nicht unbedingt glücklich mit der gegenwärtigen Politik ihrer Parteien.
Wer dennoch bei seiner „ traditionellen“ Wahlentscheidung bleibt, tut dies häufig nach dem Motto: „Wer, wenn nicht die? Die anderen kannst Du doch erst recht vergessen“.

Für viele CDU-Wähler würden die Grünen oder, „Pfui Teufel“, womöglich noch die Linken nicht mal im Traum in Frage kommen.

Die FDP wiederum, möchte mit ihrer Klientelpolitik, den längst überholten Manchesterkapitalismus wieder einführen. Sie beharren auf dem uralten unrealistischen „Freien Spiel der Kräfte des Marktes“.
Das Wort „Freiheit“ meint in ihrem Sinne doch nur die Freiheit für die oft wohlhabenden Anhänger, ihren eigenen Egoismus möglichst ungehemmt ausleben zu können.

Willy Brandt von der SPD mit Kennedy
Lange ist es her. Willy Brandt auf einem Treffen mit John F. Kennedy

Wie sieht es bei der SPD aus?

Sie ist eine der ältesten Parteien Deutschlands. Ihre ursprüngliche Ausrichtung war auf den Kampf für die Rechte der Arbeiter gerichtet. Wer zu den Arbeitern zählte, war zur Zeit der Gründung im 19. Jahrhundert noch ziemlich klar. Der Begriff Arbeiter bekam später einen negativen Beigeschmack.

Es waren die, die sich die Hände schmutzig machen mussten, die, die wenig Bildung besaßen. Viele, der abhängig Beschäftigten empfanden sich als etwas Besseres. Man wählte dann keine Arbeiterpartei mehr.

Heute gliedert sich die Gesellschaft immer stärker. Arbeiter und Angestellte heißen Arbeitnehmer. An ihrer wirtschaftlichen Stellung hat sich allerdings nichts geändert.

Die SPD versucht, sich der veränderten Wahrnehmung der Arbeitnehmer anzupassen und auch Wähler im bürgerlichen Lager zu gewinnen.
Auf der anderen Seite vereinnahmt die CDU Wahlziele der SPD, der Grünen usw.

So entstanden bei SPD und CDU Parteiprogramme, die sich an möglichst viele Gesellschaftsschichten wenden. Die eigentlichen Parteiprofile wurden dadurch verwischt.

Wer es allen recht machen will, macht es am Ende keinem recht.
Arbeitnehmer halten die SPD für zu arbeitgeberfreundlich, die bürgerlichen Wähler die CDU heute für zu links.

Gerhard Schröder hier einmal ganz in Wachs
Gerhard Schröder hier einmal ganz in Wachs

Spätestens seit Gerhard Schröder und der Abkehr der SPD von Positionen, die vor allem die Interessen der Arbeitnehmer und der Schwachen in diesem System verbessern sollen, ist die SPD durchaus entbehrlich geworden und sie wird entbehrlich bleiben, wenn sie sich nicht schnellstens wieder ihrer ursprünglichen Ziele zuwendet, um sich sowohl von der CDU, aber auch von den Linken abzuheben.

Platz ist noch reichlich vorhanden, denn genau in diesem Bereich gibt es im Moment absolut keine von einer größeren Wählermenge akzeptierte Alternative in Deutschland.

Während die CDU sich meines Erachtens immer mehr dem Wohl der Wirtschaft verschrieben hat, was ja auch sehr wichtig ist, denn ohne funktionierende Wirtschaft sind die Kassen leer und es gibt nichts zu verteilen, hat sie jedoch versäumt, sich in gleichem Maße um die Belange der Schwachen in diesem System zu kümmern.

Deshalb sollte gerade die SPD die Partei sein, die hier regulierend eingreift. Einerseits durch eine Politik, die sich wieder mehr auf das Solidarprinzip in dieser Gesellschaft besinnt und die andererseits eben auch die Wirtschaft zu dem einen oder anderen Kompromiss zwingt, ohne sie zu verschrecken.

Denn aus der Erfahrung wissen wir, dass die Wirtschaft ohne einen gewissen Druck keinen Millimeter ihres Terrains preisgibt, was aus ihrer Sicht ja verständlich ist. Zunächst stimmt sie stets ein großes Wutgeheul an, dass den Untergang Deutschlands prognostiziert, wenn es um Verbesserungen für Arbeitnehmer geht.

Ein Beispiel dafür war die Einführung des Mindestlohnes. Dem Gejammer der Wirtschaft nach hätte man annehmen müssen, alles bricht zusammen.
Wir wissen, dass es nicht so gekommen ist.

Wenn man sich die Statistiken der Verteilung der Vermögen in Deutschland ansieht, kann man sehr gut erkennen, dass es an der Zeit ist, einmal die wohlwollende Hand der Zuwendung etwas von der Wirtschaft zu nehmen und dafür über schwächelnde Gruppen der Gesellschaft zu halten, indem das Solidarprinzip in der Gesellschaft wieder etwas mehr vom Kopf auf die Füße gestellt wird.

Infografik: Soziale Ungleichheit wächst | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista

 

Und dann ist da noch die nicht unwichtige Frage: Wie stellen sich unsere Parteien eigentlich die Zukunft in einer sich rasant verändernden Gesellschaft vor ? Haben sie Visionen oder weitreichende Ziele, die es zu erreichen gilt ?

Helmut Schmidt als Wachsfigur
Kaum zu erkennen in Wachs: Helmut Schmidt, auch er war einmal relativ jung

Vielleicht zum Abschluss noch ein Wort zu Gerhard Schröder, der meines Erachtens zwar die Ideale der Sozialdemokraten verraten hat, andererseits Deutschland aber auch vor dem Eintritt in einen völkerrechtswidrigen, verlogenen Angriffskrieg auf Seiten der USA bewahrt hat, was unter einer CDU-Regierung nicht zu erwarten gewesen wäre.

Also, ich meine, es gibt noch sehr viel zu tun, auch oder gerade für eine Partei wie der SPD.
Dazu gehört sicher auch, manch ausgelatschte Schuhe an den Spitzen auszutauschen und sich von der Rolle als Steigbügelhalter für andere zu verabschieden, genauso wie von unrealistischen, aber mitgetragenen „Wir schaffen das“-Parolen.

Wie immer, ist dies natürlich nur meine Einschätzung. Eure kann ganz anders aussehen.
Mich würde auch eure Sicht der Dinge brennend interessieren.

Also, wenn ihr mögt kommentiert dies gern.

Viele Grüße

euer Didi

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