Unser Gesundheitswesen, zwischen Leben und Tod

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Unser Gesundheitswesen Geld macht den Unterschied

Unser Gesundheitswesen, zwischen Leben und Tod

 

Hallo Freunde,
wie ihr in der Überschrift seht, möchte ich heute einmal über unser deutsches Gesundheitswesen herfallen.

Man kann hierbei, wie bei vielen anderen Themen auch, meinen, wir Deutschen meckern oder jammern auf einem hohen Niveau. Sicher ist das richtig.

Ärzte, die sich zum Beispiel für „Ärzte ohne Grenzen“ oder ähnliche Organisationen engagieren und das Elend in armen Ländern vor Augen haben, wären sicher froh, wenn man dort „nur“ die Probleme hätte, die wir haben.

Wir leben aber nun mal in Deutschland und hier stellt sich die Frage:

Wie funktioniert unser Gesundheitswesen und wie könnte es funktionieren?

Allein die Tatsache, dass unser Gesundheitswesen nach Gewinn und Profit strebt, ist in meinen Augen pervers und widerspricht jeglicher Vernunft.

Wenn selbst Chefärzte hinter vorgehaltener Hand erklären, es gehe schon lange nicht mehr um die Kranken, sondern nur noch um Geld, wenn die Verwaltungen und Geschäftsleitungen der Krankenhäuser sich nur noch an Zahlen und Kosten und in keiner Weise am Wohl der Patienten orientieren und sie, nicht aber die Ärzte entscheiden, welches Medikament oder welche Behandlung für mich als Patienten die richtige ist, dann läuft irgendetwas falsch.

Das Merkwürdige daran ist, dass Deutschland zu den Ländern mit den höchsten Gesundheitsausgaben – 11,1 % des BIP – gehört.

Wofür wird das Geld ausgegeben ?

Deutschland ist Weltmeister z.B. bei der

  • Entfernung der Gebärmutter,
  • bei Kernspinuntersuchungen,
  • bei der Weitung verengter Kranzgefäße sowie beim
  • Einsetzen künstlicher Gelenke.

In keinem anderen Land ist die Zahl der Krankenhausaufenthalte höher.

Das sind alles Behandlungen, die ganz klar hohe Profite bringen.

Kranken und Behinderten werden dagegen die einfachsten Hilfsmittel unter den fadenscheinigsten Gründen vorenthalten.

Behinderter mit einem Rollstuhl

Übrigens, selbst bei der Müttersterblichkeit sind wir eins der Schlusslichter.

Das ganze Ausmaß dieser Fehlentwicklung können in erster Linie diejenigen sehen, die selbst mit Gesundheitsproblemen zu kämpfen haben oder sich um kranke Familienangehörige kümmern müssen.

Ein weiterer Punkt für die ausufernden Kosten des Gesundheitswesens sind die exorbitant hohen Medikamentenpreise. Sie liegen weit höher als in allen anderen Staaten um uns herum.

Arzneimittelausgaben gesetzlicher Krankenkassen in Europa

 

Die Pharmaunternehmen sind unter anderem berechtigt, vor allem im ersten Jahr nach der Entwicklung, unbegrenzte Mondscheinpreise für ihre neuen Medikamente zu verlangen, selbst wenn die Verbesserung gegenüber dem Vorgängermedikament nur minimal ausfällt.
Erst nach diesem ersten Jahr verständigen sich die Krankenkassen mit dem Pharmaunternehmen auf annehmbare, wenn auch immer noch zu hohe Preise.

Frau mit diversen Medikamenten

Ebenso verschlingen die hohen Kosten für alle Arten der medizinischen Heil- und Hilfsmittel das Geld, das für das Gesundheitssystem zur Verfügung steht. Es fällt schwer zu glauben, dass die über die Krankenkasse bezogenen Produkte wesentlich besser sein sollen und so ein Vielfaches des Preises der im freien Handel erhältlichen,  beinahe gleichen Produkte, rechtfertigen. Oft hat man das Gefühl, es könnten sich dahinter nicht ganz sauber agierende Strukturen entwickelt haben, um es ganz vorsichtig auszudrücken.

Der 2017 gestorbene Gesundheitsökonom Uwe Reinhardt warnte schon lange vor Ungerechtigkeiten und Auswüchsen dieses Systems durch überhöhte Preise und unsinnige Behandlungen.
Er sah mit Sorge die Folgen einer Medizin, die nicht die Bedürfnisse der Patienten, sondern die Verlockungen des Marktes in den Mittelpunkt rückt.

Zu viele Operationen und zu häufige Untersuchungen könnten auch ein Grund dafür sein, dass es in Deutschland den Menschen schlechter gehe, als in anderen Ländern mit der gleichen Bevölkerungsstruktur und Krankheitshäufigkeit.

Kommen wir zu einem weiteren Problem, dem Krankenhauskeim MRSA

Wunderschoene Bakterien

In Deutschland infizieren sich in Krankenhäusern jährlich 900.000 Patienten mit dem MRSA-Erreger, dem sogenannten Krankenhaus-Keim, das sind 20% der KrankenNach Schätzungen sterben 40.000 Patienten daran.

In den Niederlanden infiziert sich 1% !!!
Diese Zahlen sollte man sich zweimal durch den Kopf gehen lassen!

Endlich Nichtraucher das war die letzte Zigarette
Ich finde das so gemein. Da habe ich extra aufgehört zu rauchen und jetzt sterbe ich an so einem blöden Krankenhauskeim.

 

Was machen wir also falsch ? Oder was machen die Niederlande richtig ?

Nur einmal fürs Verständnis:
Viele Menschen sind, ohne es zu wissen, Träger dieses Keims. Unter besonderen Bedingungen, sei es Schwäche des Immunsystems, Krankheiten o.ä., entfaltet der Keim dann seine gefährliche Wirkung. Die Patienten bringen den Keim oft bereits in das Krankenhaus mit hinein.

Wie kommt es aber zu der Ausbildung von Multiresistenzen ?

Ein wesentlicher Bestandteil der großen Ausbreitung des Keimes in Deutschland ist der Umgang mit Antibiotika, von denen etwa 40% von Hausärzten unnütz verschrieben werden. Sie leisten damit dieser Multiresistenz Vorschub. In den Niederlanden dagegen gibt es Antibiotika grundsätzlich nur in Krankenhäusern.

Hier einige weitere Unterschiede in den Krankenhäusern in den Niederlanden:

  • jeder Patient wird grundsätzlich erst isoliert, bis seine Keimfreiheit feststeht (Labor)
  • täglich frisch gereinigte Kittel
  • per Kamera überwachte Handreinigung
  • eine Pflegekraft für 7 Patienten (in Deutschland 13 und mehr)
  • speziell ausgebildete Reinigungskräfte, die beim Krankenhaus direkt angestellt sind und Zeit für Gründlichkeit haben

Wir sehen, die Niederlande besitzen kein Wunderheilmittel.

Es sollte doch ein Leichtes sein, in einem hoch entwickelten Land wie Deutschland, an die von den Niederlanden bestimmte Weltspitze heranzukommen.

Dies waren nur Beispiele und sicher nur ein kleiner Teil, den ich angerissen habe. Viele von euch können sicher eigene Geschichten aus der Praxis dazu beitragen.

Um nicht falsch verstanden zu werden, ich ziehe vor jedem Arzt den Hut, der sein Handwerk versteht und sich um das Wohl seiner Patienten kümmert. Das ist mit Sicherheit die Mehrheit der Mediziner.

Aber ist es die Aufgabe des Arztes, schon während der Behandlung über Preise der Behandlung und Medikamente nachzudenken ?

Ich meine: Nein !

Ein Arzt muss nicht einmal die Preise kennen, denn er ist nur einem einzigen Ziel verpflichtet, der Gesundheit seines Patienten ohne Wenn und Aber.
Und das Geld ist bei uns eigentlich vorhanden. Nur die Frage, wo und wie es richtig eingesetzt wird, müsste überdacht werden.

Doktor mit Maske und Handschuh

Allerdings erforderte dies ein komplettes Umdenken, nicht nur im Gesundheitswesen selbst, sondern vor allem in der Politik, die die Regeln vorgibt.

Sicher ist es schwierig, bei diesem komplexen Gebilde mit all seinen Berufen, Aufgaben, Institutionen, wirtschaftlichen Interessen und rechtlichen Vorgaben, den Überblick zu behalten, aber das ist nun mal die Aufgabe der Politiker und noch lange kein Grund dafür, einfach nichts zu tun.

Selbst bei diesen wenigen Beispielen muss man zu dem Schluss kommen, für den Profit geht man in Deutschland über Leichen und das im wahrsten Sinne des Wortes.

Wenn auf der Autobahn ein Unfall geschieht und ich komme vorbei, helfe dem schwer Verletzten nicht, obwohl ich es könnte, und er stirbt, werde ich, zu Recht, wegen unterlassener Hilfeleistung bestraft. Wenn 40.000 Menschen in Deutschland wegen des Krankenhauskeimes sterben, weil die Hygiene zugunsten des Profits vernachlässigt wird, und man könnte Abhilfe schaffen, wer wird denn dann wegen unterlassener Hilfeleistung bestraft ?

Das möchte ich so stehen lassen.

Einen sehr guten Beitrag zu den Krankenhauskeimen findet ihr hier in der Mediathek von Pro7 Galileo

Viele Grüße und Gesundheit

euer Didi

 

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